06. Oktober 2021

4 Punkte für eine erfolgreiche Begrünung

Für die Begrünung von Fassaden realisierte Jakob Rope Systems im Glattpark (Opfikon) eine bodengebundene Rankstruktur. Heute entfaltet die Begrünung nach zehn Jahren Wachstum eine beeindruckende Pracht. Wir ziehen ein Fazit und geben wichtige Tipps.

Als 2011 die Wohnüberbauung «Chavez Verde» im Zürich nahen Stadtteil Glattpark (Opfikon) entstand, wurde eine punktuelle Begrünung für die Fassaden der Baukörper angelegt. Heute, zehn Jahre später, ranken an den weissen Flächen der Fassaden fast 20 Meter hohe Glyzinien-Pflanzen empor. Die vertikal begrünten Flächen prägen den Innenhof der Wohnsiedlung und geben den Fassaden ein akzentuiertes und mit den Jahreszeiten wechselndes Farbspiel aus Grüntönen.

Das realisierte Projekt in Glattpark zeigt, was Fassadenbegrünung über einen Zeitraum von zehn Jahren erreichen kann: nämlich ein Wachstum von bis zu 2 Metern Höhe pro Jahr und eine hohe Lebensdauer. Gesetzt den Fall, dass Fassadenbau, integrierte Rankstrukturen und ausführende Landschaftsgärtner die idealen Bedingungen schaffen. Am Beispiel der Begrünung in Glattpark fassen wir hier einige ausgewählte Punkte zusammen, die es zu berücksichtigen gilt.

 

1. Bodengebundes Wachstum: Das in Glattpark angewandte Prinzip eines bodengebundenen Wachstums liefert den Ausgangspunkt für die dezenten Begrünung, die über vertikale Rankseile in die Höhe wächst. Im Gegensatz zu wandgebundenen Systemen ist diese Form der Begrünung kostengünstig in der Anschaffung und Pflege und erfordert keine allzu aufwändige Wasser- und Nährstoffversorgung. Ein minimaler Materialeinsatz und Unterhaltsaufwand liefert hier hohen Nutzen und hohe Lebensdauer.

Ein weiterer Vorteil am Projekt Glattpark ist die jeweils auf einzelne Rankseile konzentrierte Wachstumsrichtung der Pflanzen. Das erhöht die Geschwindigkeit des vertikalen Wachstums und vereinfacht die Pflege und den Rückschnitt der Pflanzen während ihrer gesamten Lebenszeit.

 

2. Hochwertige Edelstahl-Rankstruktur: In Glattpark entschieden sich die Planer für einsträngige Rankstrukturen, um punktuelle Akzente der Begrünung zu setzen. Damit wachsen die Glyzinien an 4 Millimeter starken Edelstahlseilen in der Ausführung 6 x 7 + WC vom Boden aus empor.

Die natürliche Art der vom Boden ausgehenden Begrünung wurde mit Jakob Systemen dezent in die Fassade integriert. Dazu wurden unter der Fassade Tragschuhe an das Mauerwerk angebracht, auf denen die Distanzhalter und Edelstahlseile befestigt sind. Alle Elemente bestehen aus hochwertigem Edelstahl. Damit sind die Rankstrukturen widerstandsfähig gegenüber Witterung und Korrosion. Über die gesamte Lebensdauer der Pflanzen bleibt die wachstumstragende Struktur also nahezu frei von Wartung und bietet höchste Stabilität. Das gibt den Pflanzen Ruhe und eine optimale Basis für ungestörtes Wachstum.

Die anfangs noch sehr flexiblen Jungtriebe entwickeln sich in wenigen Jahren schnell zu kräftigen Ästen, die Rankstrukturen aus Holz oder anderen Naturphasern zerdrücken oder zum Einsturz bringen würden. Als stabile Kletterhilfe an Hauswänden bewährt sich deshalb ein, in der Wand verankertes, Edelstahlsystem.

 

3. Pflege und Rückschnitt: Schon beim Einsetzen der Jungpflanzen werden wichtige Voraussetzungen für das spätere Wachstum geschaffen. Eine ausreichend grosse Wurzelgrube, gefüllt mit Humus oder einem anderen nährstoffreichen Boden schafft eine optimale Basis. Anschliessend empfehlen Landschaftsgärtner je nach Pflanzenart und Standort einen Rückschnitt jeweils im Frühjahr und gegebenenfalls einen weiteren vor dem Winter. Über das Jahr hinweg sorgt eine ausreichende Bewässerung und Nährstoffversorgung für ein gesundes Pflanzenwachstum.

Mit zunehmendem Wachstum empfiehlt es sich, in regelmässigen Abständen die Zugkräfte zu prüfen, mit denen grösser werdende Pflanzen auf die tragende Rankstruktur wirken. Bestimmte Pflanzenarten (dazu gehören auch Glyzinien) neigen zum Umwinden der Seilstruktur, was gegenüber einem parallel zum Seil verlaufenden Wachstum höhere Zugkräfte verursachen kann. Hier schafft ein Rückschnitt der Pflanzen die nötige Korrektur.

 

4. Wetter und Klimabedingungen: Standort und Ausrichtung der Begrünung haben einen besonderen Einfluss auf das Wachstum der Pflanzen und auf ihre Lebensdauer. Die Auswahl der Pflanzen treffen Landschaftsgärtner deshalb unter Berücksichtigung der am Standort herrschenden Wetter- und Klimabedingungen. Auch die Licht- und Schattenverhältnisse werden berücksichtigt. Ebenso die auftretenden Wind- und Schneelasten.

Für die Begrünung im Glattpark entschieden sich die Gärtner für Glyzinien. Diese Pflanzenart ist wärmeliebend und bevorzugt sonnige Standorte. Aber auch halbschattige Tagesphasen schaden der Pflanze nicht. Über die kalten Monate hinweg verträgt die Pflanze an einem sonnigen Standort auch Minusgrade. Aufgrund ihrer kräftigen Äste sind Wind- und Schneelasten für die Pflanze nicht problematisch.

Am richtigen Standort belohnen Glyzinien zwischen Mitte April und Juni mit duftenden Blütentrauben. Und mit etwas Glück blühen die Pflanzen ein zweites Mal im Jahr.

 

Heute besticht die Überbauung «Chavez Verde» in Glattpark durch ihre architektonische Gesamtwirkung, in die begrünte Elemente sinnvoll einbezogen wurden. Die Integration der dezenten Fassadenbegrünung entfaltet nun ihre Wirkung und bereichert die Wohnsiedlung mit vertikalen Grünflächen. Aus heutiger Sicht hat sich die Wahl einer bodengebunden und dezent verankerten Rankstruktur bewährt.

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(Art. Nr. 90001-2) Das Programm präsentiert sich in zwei Teilen. Im Katalog GreenSolutions Technical sind alle Begrünungsprodukte mit ihren technischen Informationen für Ihre Begrünung aufgeführt.

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(Art. Nr. 90001-2) Das Programm präsentiert sich in zwei Teilen. In der Broschüre GreenSolutions References finden Sie viele realisierte Anwendungen, die Ihnen die Möglichkeiten von Begrünungen aufzeigen.

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