07. September 2026

Servicearbeiten für Skiliftseile

Ein Service am Skilift «Zeller 1» im Skigebiet Feldberg zeigt, wie eine frühzeitige Reparatur die Lebensdauer eines Förderseils verlängern und einen teuren Seilwechsel vermeiden kann. Seilspezialisten von Jakob Rope Systems prüfen Schäden und reparieren Skilift-Förderseile.

Fachgerecht und rechtzeitig ausgeführte Servicearbeiten verlängern die Lebensdauer von Förderseilen. Deshalb unterstützen die Seilspezialisten von Jakob Rope Systems Seilbahnbetreiber bei der Inspektion von Schäden und Reparaturen an Skilift-Förderseilen. Neben der technischen Ausführung gehört auch die Dokumentation der durchgeführten Massnahmen für die zuständigen Behörden zum Service von Jakob Rope Systems.

Beschädigungen an der Seiloberfläche betreffen üblicherweise die sichtbaren Aussendrähte der Litzen. Werden solche Schäden frühzeitig erkannt und repariert, lassen sich teure Folgeschäden vermeiden. Auch die Verfügbarkeit der Anlage kann durch rechtzeitige Reparatur aufrechterhalten werden.

Seilreparatur für Skigebiet Feldberg

Im Skigebiet Feldberg im Schwarzwald bedient der Skilift «Zeller 1» die rote (mittelschwere) Zellerabfahrt 1 als Zubringer. Der Schlepplift mit T-Bügeln für zwei Personen kann gut bis zu 1000 Personen pro Stunde auf einer Streckenlänge von 550 Metern befördern. Bei Arbeiten mit einer Baumaschine war das Skilift-Förderseil touchiert worden. Dadurch zeigten die Seiloberflächen Anzeichen einer Versprödung durch Reibmartensit. Jakob Rope Systems durfte den Seilbahnbetreiber mit der Reparatur unterstützen.

 

 

Ein Seilspezialist von Jakob Rope Systems kam vor Ort und begutachtete den Zustand des Förderseils. Seine Inspektion zeigte: Die Beschädigung begrenzte sich auf die Seiloberflächen. Eine fachgerechte Reparatur war möglich. Ein bewährtes Verfahren bei Schäden an der Seiloberfläche ist das Ausschleifen des Reibmartensits und der sichtbaren Kerben. Martensit entsteht durch Hitze während der lokalen Reibungseinwirkungen und führt zu einer Verhärtung des Drahtmaterials an seiner Oberfläche.

Werden die Seildrähte im weiteren Betrieb regelmässig gebogen, können die verhärteten Schichten früher anreissen und daraus beschleunigt Drahtbrüche entstehen. Diese sammeln sich ausgerechnet auf einer kurzen Länge im Bereich der beschädigten Seiloberfläche und führen unbehandelt schnell zum Erreichen der Ablegekriterien.

Als Verbindungslift im Skigebiet ist der zuverlässige Betrieb von «Zeller 1» für die Wintersportregion von Bedeutung. Die Reparatur des beschädigten Seilabschnitts, frühzeitig und noch vor dem Start der Wintersaison, trug dazu bei, die Betriebssicherheit langfristig zu gewährleisten und die Nutzungsdauer des Förderseils zu verlängern.

 

Sicherer Betrieb durch frühzeitige Inspektionen

Rolf Wiedmer arbeitet seit mehr 30 Jahren als Monteur bei Jakob Rope Systems. Der Seilspezialist erklärt: «Förderseile von Skiliften tragen verschiedene Belastungen. Sie müssen Zugkräfte aufnehmen, werden ständig gebogen und sind gleichzeitig Wind, Wetter und Temperaturschwankungen ausgesetzt.

Schäden an Seiloberflächen entstehen durch Kollisionen, Seilentgleisungen oder durch das Hängenbleiben von Schleppbügeln. Je früher leichte Schäden erkannt werden, desto höher bleiben die Chancen für eine wirtschaftliche Reparatur.»

Die Praxis zeigt: Unter normalen Betriebsbedingungen können Förderseile von Skiliften teils mehrere Jahrzehnte sicher im Einsatz bleiben. Voraussetzungen dafür sind regelmässige Kontrollen, eine fachgerechte Pflege und ein konsequenter Schutz vor mechanischen Beschädigungen.

Bei Sichtinspektionen durch den Seilbahnbetreiber und durch hinzugezogene Fachleute wird das Seil unter anderem auf Drahtbrüche, Korrosion, Oberflächenschäden und Veränderungen seiner Geometrie untersucht. Eine frühzeitige Reparatur erspart in vielen Fällen teure Folgekosten und Betriebsausfälle in der laufenden Skisaison.