Fledermausüberflughilfe, Waldkappel, Deutschland

Webnet schützt
nicht nur Menschen

Fledermäuse sind bedroht. Damit die nachtaktiven Flugkünstler geschützt bleiben, wurde auf der deutschen Autobahn A44 eine Fledermausüberflughilfe (FÜH) mit Webnet eingerichtet.

Der 17.4 Kilometer lange Teilabschnitt der A44 zwischen Hessisch-Lichtenau und Waldkappel führt durch einsensibles und schützenswertes Naturgebiet, in dem besonders geschützte Fledermausarten wie das Grosse Mausohr und die Bechsteinfledermaus leben. Um die Tiere zu schützen, wurde mehrere, insgesamt 1.8 Kilometer lange und 4 Meter hohe Flugüberhilfen eingerichtet und mit Webnet bespannt.

Luftansicht der deutschen A44 mit einer Überflughilfe von Jakob Rope Systems

Sicherheit für Tiere

Die Zäune irritieren das Ortungssystem der Fledermäuse und stellen sicher, dass sie die Autobahn in einer ausreichenden Höhe überfliegen. Dadurch werden Kollisionen zwischen den Tieren und Autos verhindert. Andere Wildtiere werden durch die Zäune zu den Grünbrücken geleitet, die ein gefahrloses Überqueren der Autobahn ermöglichen.

Robustes Drahtseilnetz

Ausschlaggebend für die Wahl von Webnet als Zaunmaterial war besonders die Langlebigkeit des Netzes. Aus Edelstahl gefertigt, ist es witterungsbeständig und vandalismusfest. Daneben spielte die geringe Bekletterbarkeit eine Rolle. Die Flexibiltät des Netzes und ein abschnittsweiser Überkletterschutz sorgen dafür, dass die im Gebiet lebenden Wildkatzen nicht über die Zäune gelangen können.

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